Habit-Reversal-Training

Aus PsychMed
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • Azrin & Nunn (1973)
  • verhaltenstherapeutisches Verfahren zur Behandlung nervöser Verhaltensgewohnheiten
  • Hypothese: Verhaltensketten, teilweise unbewusst, sozial toleriert
  • Methode:
    1. Selbstwahrnehmung/Selbstbeobachtung:
      • auslösende/aufrechterhaltenden Bedingungen
      • frühe Anzeichen für Verhaltensgewohnheit
      • systematische Protokollierung, Videoaufzeichnungen
    2. Aufbau von Veränderungsmotivation:
      • häufige Ambivalenz oder Dissimulation/Verschleierung (Scham)
      • Aufzeigen der negativen Auswirkungen, positive Verstärkung von Veränderung
    3. Unterbrechung von Verhaltensketten durch konkurrierende Verhaltensweisen:
      • Competing Response Training = Training inkompatibler Reaktionen
      • z.B. bei Nägelkauen → Ballen der Hände zur Faust
      • Einüben im Therapiesetting
      • häufige Verstärkung
    4. Generalisierung im Alltag:
      • auslösende Situationen
      • Imaginationsübungen
      • Üben
  • Anwendungsbereiche und Wirksamkeit
    • Nägelkauen
    • Trichotillomanie/Dermatillomanie
    • Daumenlutschen
    • Tics
    • Fingerknacken
    • Stottern
    • Tourette-Syndrom
Meine Werkzeuge