Lösungsfokussierte Kurzzeittherapie

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  • Steve de Shazer, Insoo Kim Berg
  • Form der systemischen Therapie
  • Konzentration auf Wünsche, Ziele, Ressourcen, Ausnahmen vom Problem
  • Lösungsfokussierung = Verstärkung des "positiven Unterschieds" → was funktioniert jetzt bereits besser und soll mehr werden
  • Hypothesen:
    1. "Problem und Lösung gehören zwei verschiedenen Welten an" (Ludwig Wittgenstein)
    2. positive Veränderungen von komplexen Situationen geschehen in kleinen Schritten
    3. wenig Information genügt für die Wahl der nächsten Schritte
    4. "Was macht jetzt schon den Unterschied zwischen besser/schlechter aus?" anstatt "wie ist es - wie kam es dazu?"
    5. konkretes Handeln in kleinen Schritten anstatt theoretisch umfassendes Verstehenwollen
    6. Alle Beteiligten sind interessiert an positiven Veränderungen
  • drei Grundprinzipien:
    1. "Repariere nicht, was nicht kaputt ist!"
    2. "Finde heraus, was gut funktioniert und passt - und tu mehr davon!"
    3. "Wenn etwas trotz vieler Anstrengungen nicht gut genug funktioniert und passt - dann höre damit auf und versuche etwas anderes!"
  • sechs Merksätze zur lösungsfokussierten "Einfachheit"
    1. Lösungen statt Probleme: Nicht das Problemverständnis vertiefen, sondern erkunden, wie es ist, wenn es besser ist
    2. Interaktion statt isolierter Individualität: Verhalten entwickelt sich in der Interaktion mit anderen. In der Lösungsfokussierten Arbeit wird nicht über Meinungen, Glaubenssätze oder Werte diskutiert, sondern über beobachtbares Handeln
    3. beachte und nutze das, was da ist - nicht das Fehlende: Nicht die Lücke zwischen 'Ist' und 'Soll' ermitteln, sondern das, was heute bereits etwas besser ist
    4. Chancen im Gestern, Heute und Morgen sehen: Chancen in der Zukunft und im Heute zu überlegen, ist ein vertrauter Gedanke. Eher unüblich ist es, auch im 'Gestern' bewusst das zu erkunden, was sich früher bereits als Chance zeigte - um auch das zu nutzen
    5. einfache Sprache: Benutzung einfacher Alltagsworte
    6. jede Situation als speziell sehen - keine (schlecht passende) allgemeine Theorie darüber stülpen: Offen und neugierig sich jedes Mal von neuem positiv überraschen lassen (Achtsamkeit)
  • Methoden:
    • Problemskalierung 1-10
    • Wunderfrage
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